Indikatoren
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Der Spread Bid/Ask-Indikator misst und visualisiert die Differenz zwischen dem besten Geld- und Briefkurs (Bid-Ask-Spread) in Ticks. Er zeigt Ihnen, wann sich die Liquidität ändert – z. B. wenn sich Spreads bei geringer Liquidität oder hoher Volatilität plötzlich ausweiten – und kann Alarme auslösen, wenn der Spread ein von Ihnen definiertes Limit überschreitet.

1. Das Konzept: Bid-Ask-Spread
In jedem Markt gibt es einen Bid (Geldkurs) – den höchsten Preis, den Käufer aktuell zahlen wollen – und einen Ask (Briefkurs, auch Offer) – den niedrigsten Preis, zu dem Verkäufer bereit sind zu verkaufen. Der Bid-Ask-Spread ist die Differenz zwischen diesen beiden Preisen und stellt sowohl Transaktionskosten als auch ein direktes Maß für die Marktliquidität dar.
Enge Spreads deuten meist auf einen liquiden, wettbewerbsintensiven Markt hin, in dem Positionen leicht eröffnet und geschlossen werden können. Weite Spreads treten hingegen oft bei dünner Liquidität oder hoher Volatilität auf und bedeuten ein höheres Ausführungsrisiko für Market-Orders.
Auf DeepDom sehen Sie den Spread bereits im Chartbereichsfenster 2. Der Spread Bid/Ask-Indikator fasst diese Daten im Zeitverlauf in einem separaten Panel zusammen. So erkennen Sie Muster auch beim Rauszoomen sofort.
2. Was der Indikator zeigt
Nach dem Hinzufügen erstellt Spread Bid/Ask eine Linie in einem separaten Panel unter dem Chart. Jeder Punkt dieser Linie zeigt den aktuellen Spread in Ticks zu diesem Zeitpunkt. Plötzliche Spitzen in der Linie entsprechen Momenten, in denen sich der Spread ausweitet, während flache, niedrige Werte auf stabile, enge Bedingungen hinweisen.
Mit dieser Visualisierung beantworten Sie schnell Fragen wie: „Gab es bei dieser News-Kerze Spread-Ausweitungen?“, „Wird das Produkt gerade dauerhaft mit weitem Spread gehandelt?“ oder „Steht meine Strategie kurz vor einem Trade in einem illiquiden Umfeld?“
3. Alarmeinstellungen

Das Einstellungsfenster von Spread Bid/Ask bietet eine einfache, aber effektive Alarmlogik.
3.1 Enable Alert
Enable Alert schaltet den Spread-Alarm ein oder aus. Wenn er aktiviert ist, überwacht DeepDom den Spread kontinuierlich und löst einen Alarm aus, sobald Ihr definierter Schwellenwert überschritten wird.
3.2 Alert Level in Tick
Alert Level in Tick definiert, wie weit der Spread (in Ticks) werden muss, um einen Alarm auszulösen. Beispiel:
Ein Wert von 5–6 Ticks hebt bereits leichte Ausweitungen hervor – nützlich für Scalping oder Instrumente mit sehr engem Spread.
Werte von 10–15 Ticks oder mehr konzentrieren sich nur auf extreme Bedingungen, etwa bei wichtigen News oder plötzlichem Liquiditätsentzug.
3.3 Inhibition Time in Seconds
Inhibition time in seconds wirkt als Cooldown-Phase. Nach dem Auslösen eines Alarms wartet DeepDom diese Zeit ab, bevor ein neuer Spread-Alarm erlaubt wird. Dies verhindert wiederholte Benachrichtigungen, wenn der Spread um Ihren Schwellenwert schwankt.
Beispiel: Bei einem Alert-Level von 5 Ticks und einer Inhibition von 20 Sekunden erhalten Sie maximal alle 20 Sekunden einen Alarm, selbst wenn der Spread in dieser Zeit mehrfach über 5 Ticks springt.
4. Praktische Trading-Anwendungen
4.1 Schlechte Fills vermeiden
Weite Spreads erhöhen Slippage und Ausführungskosten bei Market-Orders. Ein Spread-Alarm warnt Sie davor, in eine Bewegung hineinzulaufen, wenn die Liquidität kurzzeitig wegbricht – z. B. bei geplanten Makro-News oder zum Start illiquider Handelszeiten.
4.2 Marktphasen-Erkennung
Indem Sie die Spread-Linie im Auge behalten, können Sie zwischen „normalen“ und „gestressten“ Phasen für jedes Produkt unterscheiden. Strategien, die auf extrem enge Spreads setzen (Scalping, High-Frequency-Mean-Reversion), können automatisch oder manuell abgeschaltet werden, wenn die Spreads länger über Ihrem Schwellenwert bleiben.
4.3 Kombination mit Orderflow-Tools
Der Spread Bid/Ask-Indikator ist besonders stark in Kombination mit DeepDom-Tools wie dem Imbalance Tracker, Deep Reload oder Deep Trades. Ein plötzlicher Spread-Peak zusammen mit aggressiven Imbalances und Reloads deutet oft auf News oder Liquiditäts-Sweeps hin – Situationen, die Sie anders behandeln sollten als normales Rauschen.
5. Best Practices
Je Instrument kalibrieren: Ermitteln Sie die typischen Spreads für jedes Symbol und setzen Sie das Alert-Level leicht über diesen Bereich, damit Sie nur echte Ausreißer signalisiert bekommen.
Handelszeiten berücksichtigen: Einige Produkte haben in der Nachtsitzung von Natur aus einen weiteren Spread. Nutzen Sie hierfür ggf. eigene Templates.
Inhibition klug nutzen: Kurze Inhibition liefert mehr Details, kann aber viele Alarme erzeugen. Längere Inhibition empfiehlt sich an hochvolatilen Tagen oder wenn Sie mehrere Märkte gleichzeitig überwachen.
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