Indikatoren

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Session-Ungleichgewicht

Session-Ungleichgewicht

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Der Session Imbalance Indikator markiert wichtige Preisniveaus der ersten Handelsstunde, auch bekannt als Initial Balance (IB). Diese Niveaus sind besonders aussagekräftig, da der Großteil des Handelsvolumens einer Session in dieser Eröffnungsstunde entsteht.

Bei US-Futures entspricht dies 9:30 – 10:30 Uhr Marktzeit. Im weiteren Verlauf der Session dienen diese Niveaus oft als wichtige Support-, Resistance- oder Reaktionszonen.

Der Indikator zeichnet folgende Levels:

  • IBH (Imbalance High) — das Hoch der Initial Balance Period

  • IBL (Imbalance Low) — das Tief der Initial Balance Period

  • IBM (Mid Point) — die Mitte (Midpoint) zwischen IBH und IBL

  • IB50% — 50%-Extensions über und unter der Initial Balance

  • IB100% — 100%-Extensions über und unter der Initial Balance

Wann Sie diesen Indikator nutzen sollten

Der Session Imbalance Indikator ist am nützlichsten in regulären Trading-Sessions mit einer klar definierten Eröffnungsphase — besonders in Futures-Märkten wie NQ, ES, CL und ähnlichen Instrumenten mit hoher Beteiligung zum Session-Open.

In diesen Situationen bringt der Indikator den größten Mehrwert:

Zum Start des Handelstages: Direkt nach dem Session-Open beginnt der Indikator, die Initial Balance Range aufzubauen. Das Verhalten des Preises innerhalb dieser Range in der ersten Stunde liefert wichtigen Kontext für den restlichen Tag. Eine enge Range deutet auf Unentschlossenheit hin. Eine breite Range spricht für starke Richtungsdynamik früh in der Session.

Bei Rückkehr zur Initial Balance nach einem Breakout: Eine der zuverlässigsten Methoden ist das Warten auf einen Breakout über das IBH oder unter das IBL mit anschließendem Re-Test dieses Levels. Hierbei wechseln IBH und IBL oft ihre Rolle — ehemalige Resistance wird zum Support, ehemaliger Support zur Resistance. Diese Re-Tests bieten qualitativ hochwertige Einstiege.

Der Midpoint als Intraday-Referenz: Der IBM (Midpoint) ist eines der am stärksten beachteten Levels institutioneller Trader. Bewegt sich der Preis zum Midpoint, signalisiert dies oft eine Konsolidierung oder Mean-Reversion. Ein starker Reject am Midpoint hingegen spricht für eine Fortsetzung des Breakouts.

50%- und 100%-Extensions als Targets: Bricht der Preis aus der Initial Balance Range aus, dienen die 50%- und 100%-Extensions als natürliche Targets. Bei einem Breakout über das IBH ist die obere IB50%-Extension das erste Ziel und die IB100%-Extension das zweite. Genauso gilt dies umgekehrt bei einem Breakdown unter das IBL.

Kombination mit Orderflow- und Volumen-Tools: Die Session Imbalance Levels gewinnen deutlich an Aussagekraft, wenn sie mit Tools wie der Heatmap oder dem DOM kombiniert werden. Liegt ein großes Cluster an Limit-Orders direkt am IBH oder IBL, erhöht diese Konfluenz die Wahrscheinlichkeit für eine starke Reaktion an diesem Niveau.

So fügen Sie Session Imbalance Ihrem Chart hinzu

Klicken Sie auf das Indikatoren-Symbol im Chart

  • Suchen Sie Session Imbalance in der Liste und klicken Sie auf das „+“ zum Hinzufügen

  • Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol des Indikators, um die Einstellungen zu öffnen

Allgemeine Einstellungen

Number of Minutes: Definiert, wie viele Minuten für die Berechnung der Initial Balance genutzt werden. Standard sind 60 Minuten, um die erste Handelsstunde abzubilden. Sie können dies anpassen — z. B. auf 15 Minuten. Sie können auch mehrere Session Imbalance Indikatoren mit unterschiedlichen Intervallen im selben Chart nutzen.

Custom Timeframe: Wenn aktiviert, können Sie eine benutzerdefinierte Startzeit für die Session manuell festlegen, anstatt den Standardwert zu nutzen.

Start Session – Market Time: Definiert den Start der Session. Wichtig: Geben Sie immer die Zeit des Referenzmarktes an, nicht Ihre lokale Zeitzone.

  • US-Futures → 9:30 Uhr

  • Europäische Futures → 9:00 Uhr


Plot-Einstellungen

High Color: Legt die Farbe der IBH-Linie (Imbalance High) fest.

Mid Color: Legt die Farbe der IBM-Linie (Mid Point) fest.

Low Color: Legt die Farbe der IBL-Linie (Imbalance Low) fest.

Line Width: Legt die Linienstärke aller Session Imbalance Linien fest.

Line Style: Legt den Linienstil fest (z. B. durchgezogen, gestrichelt oder gepunktet).


Text Size: Legt die Schriftgröße der Labels neben den Niveaus fest.

Extend: Steuert, wie weit die Session Imbalance Linien über den Chart gezeichnet werden. Es gibt drei Optionen:

  • None: Die Linien werden nur innerhalb der Initial Balance Period gezeichnet und stoppen danach.

  • Till Interaction: Die Linien werden nach rechts verlängert, bis der Preis sie berührt oder schneidet. Nützlich, um nur ungetestete Niveaus zu sehen.

  • Till End: Die Linien werden bis zum rechten Chartrand gezeichnet, unabhängig von Interaktionen mit dem Preis. Dies ist die Standardeinstellung für eine durchgehende visuelle Referenz.

Text Align: Legt fest, wo die Labels im Verhältnis zu den Linien positioniert werden. Auswahloptionen:

  • Left (Links)

  • Center (Zentriert)

  • Right (Rechts)

Plot Once Ended: Wenn aktiviert, werden die Session Imbalance Levels erst gezeichnet, wenn die Initial Balance Period vollständig abgeschlossen ist. Die Linien entstehen und aktualisieren sich also nicht live während der Eröffnungsphase, sondern erscheinen erst danach.

Wenn deaktiviert, werden die Levels live während der Teambildungs-Phase gezeichnet, sodass Sie die Entstehung von IBH, IBL und Midpoint von Beginn an mitverfolgen können.

  • Nutzen Sie Plot Once Ended AN, wenn Sie nur bestätigte, finale Levels handeln wollen und einen sauberen Chart während des Opens bevorzugen.

  • Nutzen Sie Plot Once Ended AUS, wenn Sie die Level-Entstehung live beobachten und direkt während der Eröffnungsphase auf Price Action reagieren möchten.

50% / 100% Extension Levels

Aktivieren Sie die 50%- und 100%-Extensions, um prognostizierte Levels außerhalb der Initial Balance Range darzustellen. Sie können die Farben für jede Extension individuell anpassen.

Diese Extensions dienen primär als Kursziele oder Reaktionszonen bei einem Ausbruch aus der Initial Balance Range.

Fazit

Der Session Imbalance Indikator liefert eine schnelle visuelle Referenz für die wichtigsten Niveaus der ersten Handelsstunde. Kombiniert mit Volumen- und Orderflow-Analysen können diese Niveaus die Präzision Ihrer Ein- und Ausstiege deutlich steigern.

Haben Sie noch Fragen?

Unser Support-Team ist rund um die Uhr für Sie da.

Bitte senden Sie uns bei Anfragen Folgendes mit:

  • Einen Screenshot des Problems

  • Eine kurze Beschreibung Ihres Vorhabens

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