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Stop Run

Stop Run

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Der Stop Run-Indikator zeigt Ihnen auf dem Chart, wenn eine Vielzahl an Stop-Zielen im Markt ausgelöst wurde. So verstehen Sie, warum sich der Preis plötzlich schnell bewegt hat – und ob dahinter echtes Kauf- oder Verkaufsinteresse stand oder nur eine Welle von Stops abgefischt wurde.

Was ist ein Stop Run?

Zuerst klären wir, was eine Stop-Order ist.

Wenn ein Trader im Markt kauft oder verkauft, setzt er meist ein Preisniveau, bei dem sein Trade automatisch geschlossen wird, wenn es gegen ihn läuft: die Stop-Order. Beispiel: Ein Trader kauft NQ bei 26.800 und setzt einen Stop bei 26.750. Fällt der Preis auf 26.750, schließt der Trade automatisch, um größere Verluste zu verhindern.

Der entscheidende Punkt: Die meisten Trader platzieren ihre Stops an denselben offensichtlichen Preisniveaus – direkt unter einem Support oder knapp über einem Widerstand. Dadurch liegen Hunderte oder Tausende Stop-Orders zeitgleich auf demselben Preis.

Große Marktteilnehmer – wie Banken und Institutionen – wissen genau, wo diese Stops liegen, und treiben den Preis gezielt dorthin. Sobald dieses Niveau erreicht wird, lösen alle diese Stops gleichzeitig aus. Das erzeugt eine massive Orderwelle, die den Preis extrem schnell weiter in diese Richtung drückt. Das ist ein Stop Run.

Sobald der Stop Run vorbei und alle Stops ausgelöst sind, dreht der Preis sehr oft wieder in die Gegenrichtung – weil die Bewegung nicht durch echte Käufer oder Verkäufer getrieben war, sondern nur durch das Auslösen der Stops.

Wann kommt es zu einem Stop Run?

Stop Runs passieren meist an sehr markanten Preisniveaus im Chart – wie dem Vortageshoch/-tief oder Marken, an denen der Preis zuvor mehrfach abgeprallt ist. Hier liegen die Stops der Masse, was sie zum perfekten Ziel für institutionelle Akteure macht.

Beispiel: Wenn der NQ seit Tagen den Support bei 26.700 hält, platzieren die meisten Long-Trader ihren Stop knapp darunter. Drückt ein großer Akteur den Preis kurz unter diese Marke, triggert das alle Stops auf einmal und sorgt für einen schnellen Rutsch nach unten – bevor sich der Preis kurz darauf meist wieder über das Niveau erholt.

Stop Runs treten auch häufig bei wichtigen News-Events wie CPI-Daten oder Fed-Zinsentscheiden auf. Da der Markt in diesen Momenten illiquider ist, lässt sich der Preis leichter durch Stop-Cluster treiben.

Worauf Sie bei einem Stop Run achten sollten

  • Plötzlicher Volumen-Spike – wenn viele Stops gleichzeitig triggern, springt das Volumen im Chart massiv an. Schießt das Volumen ohne offensichtliche News plötzlich hoch, war es meist ein Stop Run.


  • Schnelle Preisbewegung – während eines Stop Runs schießt der Preis extrem schnell durch ein Niveau, viel schneller als üblich. Es sieht im Chart fast so aus, als ob der Preis springt.


  • Schnelles Reversal danach – nach einem Stop Run schnappt der Preis meist sofort wieder in die Gegenrichtung zurück. Wer der schnellen Bewegung hinterhergelaufen ist, ist dann sofort auf der falschen Seite des Marktes.


  • Orderbuch- und Footprint-Signale – im DOM sieht man bei einem Stop Run bestimmte Preislevels sofort leergefegt werden. Im Footprint-Chart bestätigen plötzlich auftretende, sehr große aggressive Orders in extrem kurzer Zeit, dass gerade ein Stop Run stattgefunden hat.

Warum das wichtig ist

Das Verständnis von Stop Runs bringt Ihnen als Trader zwei entscheidende Vorteile.

Erstens: Chancen. Bricht der Preis unter einen Support bei 26.700, zeigt der Stop Run-Indikator 1.500 getriggerte Kontrakte, das Volumen schießt hoch und der Preis erholt sich direkt wieder über 26.700? Das spricht stark für einen Stop Run statt eines echten Breakouts. Sie können sich bei der Erholung einkaufen und Ihren Stop-Loss logisch und eng platzieren.

Zweitens: Schutz. Ohne dieses Wissen neigt man dazu, bei einem schnellen, aggressiven Support-Bruch zu verkaufen, weil man weitere Tiefs erwartet – nur um Sekunden später bei der scharfen Gegenbewegung ausgestoppt zu werden. Wer den Stop Run erkennt, bleibt an der Seitenlinie. Im Trading ist das Vermeiden schlechter Trades genauso viel wert wie das Finden guter.

So richten Sie den Stop Run-Indikator ein

  • Klicken Sie auf das Indikatoren-Symbol im Chart.

  • Suchen Sie „Stop Run“ in der Liste und klicken Sie auf das „+“ zum Hinzufügen.

  • Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol des Indikators, um die Einstellungen zu öffnen.

Allgemeine Einstellungen

Minimum Tick Ein Tick ist die kleinste Preisbewegung in einem Markt. Diese Einstellung definiert die Mindestanzahl an Ticks, die sich der Preis durch getriggerte Stops bewegen muss, damit der Indikator dies als Stop Run markiert.

Ist der Wert zu niedrig eingestellt, markiert der Indikator jede kleinste Bewegung als Stop Run – das sorgt für Rauschen im Chart. Der richtige Wert filtert irrelevante Bewegungen heraus und hält den Chart sauber.

Beispiele:
Min Tick - 3


Min Tick - 10
Wie Sie sehen, wurden mit dem Filter „Min Tick - 10“ einige Orders herausgefiltert.

Maximum Ord Num Limitiert die maximale Anzahl an Orders, die der Indikator während eines Stop Runs berücksichtigt. In extrem volatilen Phasen – etwa direkt nach News – fliegen so viele Orders, dass fast alles wie ein Stop Run aussieht. Diese Einstellung verhindert ein Überreagieren des Indikators bei solchen Extremereignissen.

Max MS MS steht für Millisekunden. Ein Wert, der definiert, wie schnell die Stops triggern müssen, um als ein einzelnes Stop Run-Event gewertet zu werden.

Beispiele:
Max MS - 50

Max MS - 5
Mit dem Filter „Max MS - 5“ wurden einige Orders herausgefiltert.

Ein echter Stop Run passiert fast instantan – alle Stops feuern in Bruchteilen einer Sekunde. Trudeln die Orders über einen längeren Zeitraum ein, ist das normale Marktaktivität. Diese Einstellung stellt sicher, dass nur das wirklich schnelle Abfischen markiert wird.

Min. Stop Run Vol Legt das Mindestvolumen fest, das für einen Stop Run nötig ist. Ein paar kleine Stops bewegen den Markt nicht nennenswert. Diese Einstellung filtert unbedeutende Events heraus, sodass Sie nur die sehen, die wirklich Einfluss auf den Preis haben.


Beispiele:

Min. Stop Run Vol. - 20


Min. Stop Run Vol. - 100
Mit dem Filter „Min. Stop Run Vol. - 100“ wurden kleinere Events herausgefiltert.


Darstellung (Plot Settings)

Display Mode Steuert, wie die Stop Run-Markierung im Chart angezeigt wird. Drei Optionen stehen zur Auswahl:

  • Text — zeigt eine farbige Box mit der Anzahl der getriggerten Stop-Orders.


    Diamond — markiert den Stop Run mit einer Raute; die Anzahl der Kontrakte steht darüber oder darunter.

  • Square — markiert den Stop Run mit einem Quadrat; die Anzahl der Kontrakte steht darüber oder darunter.

Ask Color / Bid Color Bestimmt die Farbe für Stop Runs auf der Ask- bzw. Bid-Seite.

Marker Width Definiert die Linienstärke der Markierung im Chart.


Text-Einstellungen

Enable Text Schaltet die Textbeschriftungen im Chart ein oder aus.

Text Color Bestimmt die Textfarbe der Label.

Text Size Bestimmt die Schriftgröße der Label.

Fazit

Der Stop Run-Indikator macht ein alltägliches Marktphänomen sichtbar. Große Player triggern gezielt Stop-Orders, um schnelle Bewegungen zu erzeugen und Liquidität abzugreifen – woraufhin der Preis oft direkt dreht. Wenn Sie lernen, diese Events zu erkennen und mit Volumen, DOM und den anderen Tools in DeepDom kombinieren, sehen Sie viel klarer, was den Preis wirklich treibt und wohin der Markt als Nächstes läuft.


Haben Sie noch Fragen?

Unser Support-Team hilft Ihnen rund um die Uhr gerne weiter.

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  • Eine kurze Beschreibung, was Sie tun wollten

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